Waldorfkindergarten
Der Waldorfkindergarten basiert auf denselben pädagogischen Ansätzen wie die Waldorfschule. Das bedeutet: feste Abläufe, Spielzeug, das die Kreativität fördert, ein starker Bezug zur Natur und Nachahmung von Vorbildern.
Waldorfkindergarten: Lernen durch Nachahmen
Ansätze und Alltag im Waldorfkindergarten
Der Waldorfkindergarten entstand aus der Idee des Waldorf-Gründers Rudolf Steiner. 1919 rief der dazu auf, auch für jüngere Kinder eine „Art Kleinkinderschule“ nach Waldorfkonzept zu gründen. Dies geschah zum ersten Mal im Jahr 1926, verstärkt aber ab den 1960er Jahren, denn die Anhänger des Walddorfkonzepts sahen die wachsende Tendenz zur frühen Verschulung von Kinder kritisch und wollten Gegengewichte schaffen.
Pädagogik im Waldorfkindergarten
Im Waldorfkindergarten werden die einzelnen pädagogischen Ansätze sehr stark von den Erziehern geprägt, aber im Allgemeinen spielt die Nachahmung eine sehr große Rolle. Die Waldorfphilosophie basiert auf der Annahme, dass Kinder vor allem durch die bewusste und unbewusste Nachahmung des Verhaltens der Erwachsenen lernen und sich entwickeln. Hierbei werden sie nicht nur durch das Verhalten insgesamt, sondern auch durch die Atmosphäre und die innere Haltung beeinflusst.
Die Kinder im Waldorfkindergarten werden trotz festen Abläufen angeregt, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen, Anreize aufzunehmen und ihre Umgebung nachzuahmen. In der Waldorfphilosophie geht es aber nicht nur um die Kinder. Auch die Erwachsenen sollen im Waldorfkindergarten mehr über sich selbst lernen und auf dem Entwicklungsweg des Kindes sich selbst erkennen. So kann man sich selbst entdecken, die eigene Wahrnehmung schärfen und alte Erziehungsansätzen überwinden.
Alltag im Waldorfkindergarten
Der Alltag im Waldorfkindergarten ist von festen Tages- und Wochenabläufen geprägt. Rhythmus und Gewohnheit sind nach Walddorfansatz wichtige Aspekte in der geistigen Entwicklung von kleinen Kindern. Inhaltlich bestimmt der Einbezug der Natur und der Jahreszeiten den Alltag.
Gespielt wird natürlich auch, denn im Waldorfkindergarten gilt „Kindheit ist Spielzeit“. Die Erzieher achten beim Spielzeug nur darauf, dass es aus Naturmaterialien wie Tüchern, Filz oder Wolle besteht und viel Platz für Fantasie und Kreativität lässt. Zu der Beschäftigung im Waldorfkindergarten gehören auch erzählte oder gespielte Geschichten, die oft wiederholt werden können, damit sie sich besser einprägen. Mit diesen Geschichten sollen Kinder im Waldorfkindergarten die Welt kennenlernen und Moralität entwickeln. Auch das Übernehmen von kleinen Aufgaben und Pflichten unterstützt die Kinder bei der Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein.
Der pädagogische Ansatz im Waldorfkindergarten ist nicht für jeden geeignet. Lass Dich beraten oder schau doch mal bei einem Tag der offenen Tür in einem Waldorfkindergarten in Deiner Nähe vorbei, um Dir selbst ein Bild zu machen.











Bonbon_Freundin 1.03.2012, 15:47 Uhr
Das klingt total interessant, ich überlege sowieso schon stark, ob ich nicht eine solceh Möglichkeit nutze
schneekinder 21.02.2012, 14:11 Uhr
Mein Sohn war in einem Waldorfkindergarten, ich fand die Idee immer sehr gut :)
PinguinMami 9.02.2012, 12:36 Uhr
Klingt sehr vielversprechend =) ... ich habe mir einen Waldorfkindergarten auch immer ganz anders vorgestellt. Hat mich echt überrascht !
Katniss 8.02.2012, 17:57 Uhr
Das hört sich richtig gut an, aber ob das jetzt besser oder schlechter ist kann ich nicht beurteilen.. gut auf jeden fall :)
Rena 6.02.2012, 13:47 Uhr
Wow, ich hab mir den Waldorfkindergarten immer ganz anders vorgestellt. Hört sich echt spitze an!
ticktack03 13.01.2012, 17:39 Uhr
Waldorfkindergärten sind was tolles. Kinder können sich da super entfalten.
SarahLotta 1.12.2011, 16:50 Uhr
Meine Nichte ist auch in einem Waldorfkindergarten und genießt es dort sehr. Ich finde es toll, wie da auf die Individualität der Kleinen eingegangen wird.Ich glaube, für Kndergartenkinder kann das gar nicht falsch sein, weil ihnen die Natur einfach gut tut und sie im Idealfall dabei unterstützt werden sich frei zu entfalten. Mit der Schule ist das eine andere Sache. Eine Freundin von mir hat auch euf einer Waldorfschule ihr Abitur gemacht und sie meint, dass sie rücklickend eder Meinung ist, dass sie ab der fünften Klasse besser eine andere Schulform besucht hätte, um auf das "wirkliche" Leben vorbereitet zu werden. Aber letztlich muss das natürlich jeder selbst wissen.
givemethefood 9.11.2011, 17:31 Uhr
Meine Tochter war auch in einem Waldorfkindergarten ist jetzt aber auf einer normalen Grundschule. Für sie währe das nichts gewesen...
OliveOil 2.11.2011, 14:15 Uhr
Meine Tochter ist nicht im Waldorfkindergarten. Irgenwie habe ich mich damals noch nicht damit auseinandergesetzt. Nun denke ich aber über den Besuch einer Waldorfschule nach. Eine Freundin von mir besuchte eine Waldorfschule und hat da dann auch das Abitur gemacht. Ich empfinde es so, dass viele die in einer Waldorfeinrichtung waren, viel selbstständiger werden. Sie erleben oft auch schon recht früh Auslandsaufenthalte. Meine Freundin z.b. hat Russisch ab der 5. Klasse anstatt Englisch gelernt. Und mit 14 ist sie dann für 4 Wochen nach Russland um ein Praktikum zu machen. Ich denke Waldorfeinrichtungen schulen einen gut für die Arbeitswelt - denn Flexibilität, Kreativität, Selbstständigkeit usw sind gefragt.
kleinerPottwal 5.10.2011, 11:16 Uhr
finde waldorfeinrichtungen auch nicht schlecht, leider gibt es in unserer nähe keine
Mamalein82 29.09.2011, 10:05 Uhr
man hört ja echt oft witze über waldorf schulen und kindergärten, aber ich finde den ansatz garnicht schlecht, halte eine naturverbundene und künstlerische erziehung für wichtig, glaube das ist charakterbildend..
maria_mommi 22.08.2011, 16:37 Uhr
Waldorfeinrichtungen haben ja immer einen merkwürdigen Ruf. Die Idee finde ich aber so betrachtet gar nicht so schlecht! :)